Die Diagnostik des
Grauen Stars

Die Diagnostik des
Grauen Stars

Spaltlampe

Die Spaltlampe kennen Sie sicher vom letzten Besuch beim Augenarzt. Sie ist ein Basisinstrument für die Diagnosestellung, das mit einem feinen Lichtstrahl das Auge ausleuchtet und die beleuchteten Partien mit einem Mikroskop so vergrößert, dass der Arzt Unregelmäßigkeiten gut erkennen kann. Sie erlaubt es unseren Ärzten, die Außenbereiche des Auges wie Hornhaut oder Regenbogenhaut näher zu untersuchen. Ist die Pupille geweitet, gibt sie auch den Blick auf die Augenlinse und den Augenhintergrund frei.

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Visustest

Visus ist der Fachbegriff für die Fähigkeit des Auges, Objekte der Umgebung scharf umrissen wahrzunehmen. Der Visustest ist also ein Test der Sehschärfe. Die liegt jedoch nur bei 100 Prozent, wenn alle Teile des Auges perfekt aufeinander und das Objekt abgestimmt sind. Abweichungen führen zu einem Schärfeverlust. Die Umrisse erscheinen mehr oder minder unscharf.

Die Schärfe des Seheindrucks hängt außerdem von den funktionstüchtigen lichtempfindlichen Sinneszellen, den Stäbchen und Zapfen auf der Netzhaut ab. Je höher ihre Zahl und je besser ihre Reizverarbeitung ist, desto schärfer ist auch der Bildeindruck und damit der sogenannte Visus. Deshalb ist in der Sehgrube mit ihrer maximalen Rezeptorendichte auch der Punkt des schärfsten Sehens. Objekte, die im Gesichtsfeld um einige Grad weiter außen liegen, verlieren daher etwas an Schärfe. Physikalisch begrenzt die Weit- und Engstellung der Pupille das Auflösungsvermögen des Augapfels. Ihren höchsten Wert erreicht die Auflösungsfähigkeit des Auges bei maximal geweiteter Pupille und einem ausreichenden Lichteinfall auf die Sehgrube.

Und genau diesen Wert können wir bei DOmed messen. Dafür prüfen wir den Abstand zweier Punkte, die Sie noch als getrennte Objekte wahrnehmen können. Diesem Abstand sind auf einer Skala Werte zugeordnet, die als Referenzwert für die Beurteilung der Sehschärfe dienen. Für einen 20-jährigen Erwachsenen liegen beispielsweise Werte von 1,0 bis 1,6 im Normbereich. Bei einem 80-jährigen sinkt dieser Bereich auf 0,6 bis 1,0. Die Sehschärfe nimmt also auch mit dem steigenden Lebensalter ab.

Als Normeinheit für den Sehschärfe-Sehtest  gilt der sog. Landolt-Ring, der von Edmund Landolt entwickelt wurde.

Visustest mit Paskal 3D

Ishihara Farbtafeln

Sicher haben Sie schon einmal die Tafeln mit den vielen bunten Punkten und den darin „versteckten“ Zahlen gesehen. Diese Serie verschiedener Testtafeln hat der japanische Augenarzt Ishihara Shinobu schon im Jahr 1917 entwickelt, um damit Schwächen im Farbsehen zu diagnostizieren.

Wir haben im Auge nämlich für das Farbsehen verschiedene Rezeptoren, sogenannte Zapfen:

– für kurzwelliges Licht im blauen Spektrum

– für Grün

– für langwelliges Licht im roten Spektrum

Die Stäbchenzellen nehmen keine Farbe, sondern hell und dunkel wahr, weshalb die Farben nachts auch zu einer fast schwarz-weiß-grauen Landschaft verschwimmen. Die rund drei Millionen Zapfen setzen also jede Farbnuance zusammen, die wir wahrnehmen können.

Funktionieren alle Zapfenarten in der Netzhaut korrekt, können Sie Rot und Grün deutlich unterscheiden und nehmen deshalb die Zahlen auf den Farbtafeln wahr. Für von der Rot-Grün-Schwäche Betroffene verschwinden sie dagegen unsichtbar im Punktgewirr. Diese Schwäche kann zwei Ursachen haben. Bei einer sogenannten Deuteranomalie sind die Zapfen für Grün nicht funktionstüchtig. Bei einer Protanomalie sind es die Zapfen für Rot.

Diese Schwäche betrifft vor allem Männer. Rund 9 Prozent aller männlichen, deutschen Bundesbürger haben diese Sehschwäche.

Lang-Stereotest

In den 1980er Jahren entwickelte der Schweizer Augenarzt Joseph Lang einen Test zur Beurteilung des räumlichen Sehvermögens, der deshalb heute auch Lang-Stereotest genannt wird.

Für den Test wird eine Karte verwendet, die drei Bilder zeigt – oft eine Katze, ein Auto oder ein Stern. Aufgedruckt sind diese allerdings nicht auf ein komplett glattes Papier. Die Oberfläche der Karte wurde fein strukturiert. Einige Strukturen zeigen dabei nach rechts, andere nach links. Daher kann der Test auch nicht am Computer oder mit einer Projektion durchgeführt werden. Wir zeigen Ihnen immer eine bedruckte Karte, auf die Sie im Abstand von etwa 40 Zentimetern schauen. Bei dem Test sieht das rechte Auge nur die rechtsgerichteten Strukturen, das linke nur die linksgerichteten. Erst im Gehirn entsteht daraus ein dreidimensionales Bild.

Da die drei Bilder unterschiedlich strukturiert und gedruckt sind, lassen sie Rückschlüsse auf das räumliche Sehvermögen zu. Wer beispielsweise nur die Katze sieht, hat ein eher mäßig gutes Raumsehen. Wenn Sie das Auto in diesem Test gut erkennen können, haben Sie ein sehr gutes räumliches Sehvermögen. Erkennen Sie kein Bild, fehlt Ihnen das räumliche Sehen komplett.

Eine spezielle Brille brauchen Sie für den Test im Übrigen nicht.

Von Bedeutung ist das Raumsehen unter anderem in unserem beruflichen Alltag. Handwerker wie zum Beispiel Kfz-Meister, Maler oder Schreiner müssen die Oberflächenstruktur ihres Werkstoffes korrekt beurteilen, um sie adäquat zu bearbeiten zu können.

Vermessung des Auges

Oculus – Pentacam

Vor einer Operation des Grauen Stars müssen wir Ihr zu behandelndes Auge immer vermessen, um den Eingriff individuell für Sie vorbereiten zu können. Bei der sogenannten Augenbiometrie schauen wir vor allem auf die Länge des Auges und seine genaue Geometrie. Dafür setzen wir die neueste Technik ein. Dazu zählen der als Goldstandard der Augenbiometrie geltende IOL-Master von Zeiss sowie die Spezialkamera Pentacam von Oculus. So erhalten wir absolut zuverlässige Werte für eine erfolgreiche Operation des Grauen Stars.

Zeiss IOLMaster 700